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Die Heimatfreunde erinnern an den den 27. Januar 1642:

In Deutschland wütete der dreissigjährige Krieg. Ganze Landschaften waren verwüstet, unzählige Bürger ermordet und noch war der Friede nicht in Sicht. Bis zu einer Einigung der erschöpften Kriegsparteien dauerte es noch bis zum Jahr 1648.
Der Niederrhein und Neuss waren allerdings von den Feldzügen ziemlich unbehelligt geblieben. Die Stadt litt unter mehrfach wechselnden Besatzungen und durchziehenden Truppen. Das änderte sich m Januar 1642. Kaiserliche Truppen unterlagen nördlich von Neuss einem hessischen und französisch-weimarischen Heer. 2500 Mann kamen zu Tode, 4000 wurden gefangen genommen. Die Stadt hatte zwar ein kleine Truppe aufgestellt, sah sich jedoch einer erdrückenden Übermacht gegenüber, gegen die eine Verteidigung aussichtslos war. Sie kapitulierte – zunächst ehrenvoll, dann aber unter grossen Lasten durch die nunmehr grosse hessische Besatzung. Sie zog am 27. Januar 1642 in die Stadt ein und verliess sie erst wieder nach 9 Jahren am 2. Juli 1651, nachdem sie die Stadt und ihre Umgebung bedrängt und beraubt hatte.

Die Heimatfreunde erinnern an den 12.01.1477 und den 13.01.1814

12.01.1477: Karl, der Kühne, der Neuss 11 Monate lang vergeblich belagert hatte aber erfolglos blieb, der Stadt jedoch grossen Schaden zufügt hatte, verlor in der Schlacht von Nancy sein Leben. Er hatte es nicht lassen können: Nach seinem Rückzug von Neuss verwickelte er sich in neue Streitigkeiten mit dem Herzog von Lothringen und den Schweizer Eidgenossen – dem Bündnis der starken Schweizer Städte. Er wird in den Schlachten von Granson und Murten geschlagen, suchte aber erneut den Kampf bei Nancy. Auch diese Schacht verlor er. Sein Leichnam wurde erst später auf dem Schlachtfeld entdeckt. So endete sein Leben, das von so vielen Kriegen gezeichnet war, schmählich. Aber: Seine einzige Erbtochter heiratete den Kronprinzen Maximilian, der dann auch Deutscher Kaiser wurde. Deren Verlobung hatten die beiden Väter – Karl und Kaiser Friedrich der Dritte – im Feldlager vor Neuss vereinbart. Erst Todfeinde – dann gemeinsame Schwiegerväter!
 
Weitere Erinnerung:
 
Am 13. Januar des Jahres 1814 überschritten russische Truppen – die Verbündeten Preussens im Freiheitskrieg gegen Napoleon – bei Düsseldorf und Heerdt den Rhein, lieferten sich ein erstes Gefecht bei Heerdt und drängten die Franzosen zurück. So befreiten sie Neuss von der 20 jährigen französischen Besatzung und der Einverleibung der Stadt in das französische Reich. Ein Jahr später fiel die Rheinprovinz in den Verhandlungen des „Wiener Kongresses“ an Preussen und für Neuss begann so die „Preussische Zeit“.

Absage: Nüsser Ovend 2022 findet nicht statt

Der Elferrat der Heimatfreunde sagt den Nüsser Ovend 2022 ab.

Der Ovend war unter dem Motto „Ob Pettikoot, ob Elvistoll, bem Ovend jonnt se all op Roll!“ geplant, alle Künstler bereits engagiert. „Wir verlassen uns nun darauf, dass die entstehenden Kosten über den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen erstattet werden“, sagt Jean Heidbüchel, Präsident des Elferrats der Brauchtumsgruppe der Heimatfreunde. Der Elferrat hat über die Weihnachtsfeiertage einstimmig beschlossen: Angesichts der Pandemieentwicklung sowie der eindeutigen Signale der Karnevalsverbänden und der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist es nicht sinnvoll, Ende Januar eine Karnevalsveranstaltung durchzuführen. „Als Ehrenamtler gehen wir nun davon aus, dass wir mit der Verantwortung, die wir mit der freiwilligen Absage übernehmen, nicht alleine gelassen werden“, so Heidbüchel. Eine Registrierung beim Sonderfonds ist bereits erfolgt, ein Antrag wird nun nach der Absage gestellt.

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