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Nüsser Ovend 2022 findet statt

Am 29. Januar 2022 werden karnevalistische Nüsser Töne im Gare du Neuss erklingen. Beginn ist wie immer um 19.11 Uhr. „Nach der frühen und richtigen Absage im letzten Jahr wollen wir nun genauso früh den Neusser Karnevalisten, unseren Künstlern und unserem traditionellen Vermieter vom Gare du Neuss Planungssicherheit geben“, so Jean Heidbüchel, Präsident des Elferrats der Heimatfreunde.

Das Motto ist noch unter Verschluss und wird mit Beginn des Kartenvorverkaufs bekannt gegeben. Das Programm steht bereits: Die Besucher des Nüsser Ovends dürfen sich auf eine bunte Mischung aus Nüsser und kölschen Tönen, aus Bekanntem und Neuem freuen. Klar ist wie jedes Jahr seit der Neuauflage des Ovends in 2018: Ein Schwerpunkt liegt auf dem Lokalkolorit, wieder ergänzt um Töne aus der nahen Karnevalshochburg auf der linken Rheinseite. Eines wird vorab auch schon verraten: Es könnte durchaus auch rockig werden!

Der Regel von Hausherr Kay Schlossmacher, dem Betreiber des Gare du Neuss folgend, gilt für die Besucher des Ovends die 2G-Regel: Nur Geimpfte und Genesene werden eingelassen (Ausnahme: ein PCR-Test wird akzeptiert ausschließlich für Schwangere und Personen, die mit Attest nachweisen, dass sie nicht geimpft werden dürfen). „Wir unterstützen das voll. Jede Impfung unterstützt Gastronomie, Veranstaltungsbranche und Brauchtum und macht die Notwendigkeit von Schließungen unwahrscheinlicher“, sagt Vizepräsident Dennis Volkeri stellvertretend für den gesamten Elferrat. Pandemieentwicklung und Änderungen der gesetzlichen Regelungen werden natürlich laufend beobachtet und berücksichtigt.

Die Heimatfreunde erinnern

Der erste Montag nach “Christi Kreuz Erhöhungsfeier” am 14. September war im Mittelalter ein bedeutsamer Tag für unsere Stadt.
Nach einem Hochamt im Quirinus-Münster waren alle Neusser Bürger aufgerufen, sich auf dem Freithof zu versammeln. Dort wurden ihnen alljährlich die drei Achten vorgetragen.
Achten bedeutet, was zu beachten ist. Das waren die Rechte der Stadt gegenüber dem Landesherren, dem Kurfürsten von Köln, die Grenzen der Stadt und die Rechte der Bürger, das allgemein Gut der Stadt zu nutzen.
Dann machten sich Bürgermeister und Gefolge auf, die Bauwerke der Stadt, insbesondere die Wälle, Tore und Türme und die Brunnen zu besichtigen.
Tags darauf inspizierte das Gefolge die Grenzen der Stadt und vergewisserte sich, dass alle Grenzsteine unverändert waren. Der Tag klang in einem „ordentlichen Mahl“, das der Vertreter des Landesherren, der Schultheiß“ zu geben hatte, aus.
Es soll dann recht „feucht” zugegangen sein.

Die Heimatfreunde erinnern

Am 13. September 1808 war Napoleon in Neuss. Die Franzosen hatten ihn durch einen “Senat Consult” im Mai des gleichen Jahres zum Kaiser erhoben. Nun besuchte Napoleon Bonaparte die nördlichen Departements seines neuen Reiches. Von Norden kommend wurde er in Neuss erwartet. In aller Eile – in nur wenigen Tagen – liess der damalige Bürgermeister Jordans den sich vielfach krümmenden Weg zur Neusser Furth begradigen und – wie es in Quellen heisst „vorzüglich anlegen“. So entstanden Krefelderstrasse und die Furtherstrasse, die dann einige Jahre später ausgebaut wurden.
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