Kategorie: Aus dem Verein (Seite 38 von 178)

Eine neue Radiosendung wird am 24.11.2022 nach den 20:00 Uhr Nachrichten auf News89.4 ausgestrahlt

Wilhelm Fonk, der verstorbenen Autor in der heimatlichen Sprache, hat den Neusserinnen und Neussern eindrucksvoll nahegelegt: „Du dörfs dech vör ons Platt net schame“ – du darfst dich für unseren Dialekt nicht schämen – . Das sagen auch die Heimatfreunde Neuss immer wieder. In ihrer Rundfunksendung „Redewendungen  III“ kommt das erneut zum Ausdruck. Radio News 89,4 sendet sie am 24. November 2022 ab 20.00 Uhr – nach den Nachrichten.
Mer kalle Tacheles – wir sagen es , wie es ist – so beginnt die Sendung. Es folgen Odekolong – kölnisch Wasser – dat wolle mer net mollebackes  – das wollen wir nicht ablehnen, Maggelei geheimer Handel in der Notzeit,  Düvels Mähl jitt Düvels Pannekoke – Teufels Mehl gibt Teufels Pfannkuchen, was bedeutet: Wie der Stoff, so das Werk. Umgekehrt gesagt: Von nix kött nix – von nichts kommt nichts. In der Sendung folgen noch viele andere köstliche Begriffe aus der heimatlichen Sprache.
Sprecher der Sendung sind  Helga Peppekus, Wilhelm Schepping, Rolf  Lüpertz, Heinz Günther Hüsch, der auch die Texte verfasste. Die Spielleitung hatte Johannes Feser. der zudem für die Musik verantwortlich ist.

Die Heimatfreunde erinnern an den November des Jahres 1923

Die Inflation in Deutschland hat ihren Höhepunkt erreicht. Eine Mark kostet jetzt 10 Billionen. Eine Eins mit 18 Nullen! Die Stadt Neuss gibt am 10. November 1923 Geldscheine zu diesem Betrag heraus.  Zwar brachte der 5. November im Reichsgebiet die Wende: an diesem Tag kamen die ersten Rentenmarkscheine in den Verkehr. Die Stabilisierung der Papiermark erfolgte am 20. November 1923. 4,2 Billionen Mark für einen US-Dollar!  Eine Billion Mark wurde einer Rentenmark gleichgesetzt. Im besetzten Rheinland verhinderte allerdings die französische Besatzungsmacht die Einführung der Rentenmark. Deshalb blieb das Notgeld – auch in Neuss – noch bis in den April 1924 in Umlauf.
Der 10 Billionen Mark Geldschein der Stadt Neuss hat die Inschrift: „Zehn Millionen Mark zahlt die Stadt Neuss bei ihren sämtlichen Kassen an den Vorzeiger. Der Zeitpunkt der Einlösung wird öffentlich bekannt gegeben. Neuß, den  10. November 1923. Der Oberbürgermeister.“ Die Rückseite des Geldscheines zeigt das Theodor Schwann Denkmal an der Promenade – Ecke Neustrasse.
In ihrem Buch „Vom Groschen zur  Billionen“, verfasst mit zahlreichen Abbildungen von Günter Schöpgens, schildern die Heimatfreunde Neuss auf 202 Seiten eindrucksvoll die dramatische Geschichte des Notgeldes in Neuss und Umgebung in der Zeit von 1914-1923.
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