Kategorie: Aus dem Verein (Seite 53 von 179)

Die Heimatfreunde erinnern an den den 27. Januar 1642:

In Deutschland wütete der dreissigjährige Krieg. Ganze Landschaften waren verwüstet, unzählige Bürger ermordet und noch war der Friede nicht in Sicht. Bis zu einer Einigung der erschöpften Kriegsparteien dauerte es noch bis zum Jahr 1648.
Der Niederrhein und Neuss waren allerdings von den Feldzügen ziemlich unbehelligt geblieben. Die Stadt litt unter mehrfach wechselnden Besatzungen und durchziehenden Truppen. Das änderte sich m Januar 1642. Kaiserliche Truppen unterlagen nördlich von Neuss einem hessischen und französisch-weimarischen Heer. 2500 Mann kamen zu Tode, 4000 wurden gefangen genommen. Die Stadt hatte zwar ein kleine Truppe aufgestellt, sah sich jedoch einer erdrückenden Übermacht gegenüber, gegen die eine Verteidigung aussichtslos war. Sie kapitulierte – zunächst ehrenvoll, dann aber unter grossen Lasten durch die nunmehr grosse hessische Besatzung. Sie zog am 27. Januar 1642 in die Stadt ein und verliess sie erst wieder nach 9 Jahren am 2. Juli 1651, nachdem sie die Stadt und ihre Umgebung bedrängt und beraubt hatte.

Absage: Nüsser Ovend 2022 findet nicht statt

Der Elferrat der Heimatfreunde sagt den Nüsser Ovend 2022 ab.

Der Ovend war unter dem Motto „Ob Pettikoot, ob Elvistoll, bem Ovend jonnt se all op Roll!“ geplant, alle Künstler bereits engagiert. „Wir verlassen uns nun darauf, dass die entstehenden Kosten über den Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen erstattet werden“, sagt Jean Heidbüchel, Präsident des Elferrats der Brauchtumsgruppe der Heimatfreunde. Der Elferrat hat über die Weihnachtsfeiertage einstimmig beschlossen: Angesichts der Pandemieentwicklung sowie der eindeutigen Signale der Karnevalsverbänden und der nordrhein-westfälischen Landesregierung ist es nicht sinnvoll, Ende Januar eine Karnevalsveranstaltung durchzuführen. „Als Ehrenamtler gehen wir nun davon aus, dass wir mit der Verantwortung, die wir mit der freiwilligen Absage übernehmen, nicht alleine gelassen werden“, so Heidbüchel. Eine Registrierung beim Sonderfonds ist bereits erfolgt, ein Antrag wird nun nach der Absage gestellt.

Die Heimatfreunde erinnern

Der 01. Januar 1975 brachte für unsere Stadt große Veränderungen. Das Gesetz zur kommunalen Neugliederung trat in Kraft. Neuss wurde in den Kreis Grevenbroich eingegliedert und gleichzeitig die Kreisstadt. Allerdings blieb die Kreisverwaltung bis auf den heutigen Tag geteilt: ein Teil in Neuss, der andere Teil in Grevenbroich – eine Seltenheit für ganz Deutschland. Neuss konnte seine Selbständigkeit bewahren – wurde also nicht nach Düsseldorf eingemeindet. Gleichzeitig vergrößerte sich das Stadtgebiet um Teile von Meerbusch, Kaarst und die Orte Holzheim, Norf, Rosellen, Speck, Wehl und Helpenstein. Neuss gewann rund 30.000 Einwohner hinzu. Der neue Kreis mit Neuss wurde zu einer Erfolgsgeschichte!

 

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